Beitrag zur Sportentwicklung

Zwanzig Jahre nach der Jahrhundertwende

Für die Entwicklung des modernen Sports war das 20. Jahrhundert ohne Zweifel ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahrhundert. Vor allem war es die zweite Jahrhunderthälfte, in der es dem Sport gelingen konnte, sich zum bedeutsamsten kulturellen Massenphänomen weltweit zu entwickeln. Innerhalb dieses Entwicklungsprozesses spielte der deutsche Sport eine besondere Rolle. Der Sport, wie er sich seit der Gründung des Deutschen Sportbundes im Jahre 1950 in der Bundesrepublik Deutschland entwickelte, konnte in vieler Hinsicht als vorbildlich bezeichnet werden. Der Deutsche Sportbund entwickelte sich dabei in einer nachahmenswerten Offenheit. Er öffnete sich gegenüber dem Staat, er war der Partner der großen Kirchen, die Arbeitgeberverbände waren dem Sport aufgeschlossen, gleiches galt für den deutschen Gewerkschaftsbund. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Der Donnerstag ist ein besonderer Tag

Pünktlich um 13.30 Uhr treffen sie sich. Jeden Donnerstag sitzen sie auf der Bank vor einem der schönsten Häuser Unterwössens direkt gegenüber vom Rathaus und beraten über ihre Donnerstagstour. Fritz Döllerer ist dabei der Garant für eine kluge Entscheidung. An zu heißen Tagen wählt er eine Route mit Schatten, droht Regen so ist eine kurze Rückfahrt eingeplant Die Ziele sind jedes Jahr dieselben. Der Streichen-Gasthof steht ganz oben auf der Liste der Ziele. Die Jochberg-Almen und die Rechenbergalm sind ebenso ein Muss wie die Agergschwend- die Bäcker- oder die Feldlahnalm. Die Röthelmoosalm ist ein besonders begehrtes Ziel. Die Touren reichen jedoch auch hinüber nach Österreich zum Mühlberggasthof, zur Franken-und zur Rinderbrach Alm. Entlang der Ache geht es nach Bergen zum Schellenberg oder über Rottau hinauf zur Staffn-Alm. An all diesen Zielen gibt es ein gutes Vesper und beste bayerische Biere,  so auch auf der Staudacher Vorderalm. Nicht zu vergessen sind die Haidenholz-die Hofbauern- und die Oberauerbrunst Alm. All diese Almen sind beispiellose Orte inmitten einer wunderschönen Natur, bei denen es sich lohnt, für ein paar Stunden zu verweilen. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Rituelle Demokratie im Sport

Menschen tun viele Dinge, die keinen instrumentellen Nutzen haben. Kognitionswissenschaftler zeigen uns dies vor allem am Beispiel von Ritualen. Der Kausalzusammenhang zwischen einem Ritual und dem Ergebnis, das erreicht werden soll, liegt meist im Dunkeln. Dennoch werden Rituale über Generationen unverändert weitergegeben. Solche Rituale gibt es auch im Sport. Sie scheinen für die Sporttreibenden sehr hilfreich zu sein. Begrüßungs- und Eröffnungsrituale im Mannschaftssport, immer wiederkehrende Rituale von Athletinnen und Athleten in Individualsportarten, Rituale bei Olympischen Spielen oder anderen sportlichen Großveranstaltungen. Sie alle scheinen sehr willkommen zu sein. Ihre integrierende und entlastende Funktion ist für die Beteiligten offensichtlich. Fragt man nach Erklärungen für diese Rituale, so wird oft nur geantwortet „das macht man eben so“. Diese Art von Deutung ist durchaus befriedigend und muss nicht notwendigerweise hinterfragt werden. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Beitrag zur Sportentwicklung

Die Weltreligionen und der Olympische Sport

Bei den Olympischen Spielen begegnen sich nicht nur Athleten aus allen fünf Kontinenten, aus mehr als 200 Nationen und aus den unterschiedlichsten Gesellschaften, Kulturen und politischen Systemen. Die Olympischen Spiele sind auch eine Begegnung der Weltreligionen. Spielt die christliche Glaubenslehre schon bei der Begründung der modernen Olympischen Spiele durch Pierre de Coubertin mit ihrer ethischen Konzeption und ihren christlichen Werten eine wichtige Rolle und bilden zunächst christliche Athleten die dominante Mehrheit bei den modernen Olympischen Spielen, so sind heutzutage längst Athleten aus allen übrigen Weltreligionen Teilnehmer der Spiele und wurden dabei auch als erfolgreiche Olympiasieger mit den begehrten Medaillen geehrt. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Zuschauerkommunikation in der Leichtathletik

Die Leichtathletik ist ohne Zweifel eine ganz besondere Sportart. Sie kann nicht nur auf die längste und größte historische Tradition verweisen und war und ist die Königin bei den Olympischen Spielen, sie war und ist auch eine Sportart, die für ihre Ausführung eine der größten Sportstätten benötigt und bei deren Meisterschaften 47 Sieger in 47 verschiedenen Disziplinen zu küren sind, die sich teilweise ganz erheblich unterscheiden. In der englischen Sprache wird deshalb zwischen „Track“ und „Field“ unterschieden. Laufen, Werfen und Springen haben drei ganz unterschiedliche Wettbewerbsstrukturen zur Folge und auch die Athletinnen und Athleten, die die jeweiligen Disziplinen betreiben, können sich grundlegend unterscheiden. Die Persönlichkeitsstruktur der Läufer in den mittleren und in den langen Distanzen unterscheidet sich von den Sprintern, ebenso wie sich Werfer und Springer unterscheiden. Unterschiede in Körpergröße und Körpergewicht sind dabei evident, psychische Unterscheidungsmerkmale sind allerdings nicht weniger bemerkenswert. Weiterlesen