In eigener Sache

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Essay

Populistische Meinungsbildung über den Olympischen Sport

Man darf zu Recht annehmen, dass die öffentliche Meinung über einen gesellschaftspolitisch relevanten Sachverhalt von den sog. Meinungsbildnern hergestellt wird. Dies gilt auch für die öffentliche Meinung zum bzw. über den Sport im Allgemeinen und zum Hochleistungssport im Speziellen. Die wichtigsten Meinungsbildner sind dabei das öffentlich-rechtliche Fernsehen ARD und ZDF, die führenden überregionalen Tageszeitungen und die größeren Sportagenturen. Im Vorfeld der verschobenen Olympischen Spiele in Tokio 2021, im Blick auf die bevorstehende Europameisterschaft im Fußball mit Spielen in St. Petersburg und Baku, vor allem aber ab auch in der Vorausschau auf die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 und die Fußball Weltmeisterschaft in Katar im November 2022 kann man bereits heute erkennen, welche Themen für die Meinungsbildner eine besondere Bedeutung haben werden. Weiterlesen

Essay

Merkmale einer wünschenswerten Leistungskultur

…aufgezeigt am Beispiel der Leichtathletik

Der Leichtathletik bläst angesichts seiner unzähligen Dopingskandale schon seit Jahren ein kräftiger, kalter Wind ins Gesicht. Stellvertretender Sündenbock zu sein für alles, was im Leistungssport von heute nicht gelingt, ist für Athleten, Trainer und Funktionäre eine unangenehme Sache. Die Athleten sind gespalten, die Trainer verunsichert und die Funktionäre werden nicht zuletzt von der Presse nicht selten der Lächerlichkeit preisgegeben. Auf einen Nenner gebracht heißt dies: Der Leichtathletik wurde in jüngster Zeit ein großer Schaden zugefügt, der sich als nahezu irreparabel erweist. Die Schuldfrage wird dabei meist sehr vorschnell beantwortet. Ehrenamtliche Funktionäre sind angeblich einer Sportart nicht gewachsen, deren Spitze zumindest sich durch Professionalismus auszuzeichnen hat. Diese Kritik mag berechtigt sein und sie bedarf gewiss einer ernsthaften Debatte. Weiterlesen

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In eigener Sache

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In eigener Sache

Spendenaufruf

Im Mai 2017 war es soweit. Nach kurzer Vorbereitung konnte das Onlinemagazin “sport- quergedacht.de“ zum ersten Mal präsentiert werden. Sehr schnell haben die Beiträge und Essays dieses Magazins eine interessierte Leserschaft gefunden. Bereits nach einem Jahr war die Anzahl der Leser auf mehr als 1000 angestiegen. Mittlerweile wird das Magazin von mehr als 8000 Interessenten besucht. Mancher Beitrag wurde gar zum „Bestseller“. Es sind seit dem Start rund 116 Essays, 59 Beiträge, über 1100 Exponate in der Galerie und in der Enzyklopädie Zahlenmaterial aus 30 Themenbereichen veröffentlicht worden. Weiterlesen

Themenzuordnung: Allgemein

Essay

Mit anderen Sport treiben – fremde Kulturen verstehen

„Sport ist mehr“. Mehr als was? Sport ist mehr als ein 1:0 beim Fußball, mehr als Boris Becker, mehr als Trimm-Trab und mehr als Zeugnisturnen; mehr als Auf- und Abstieg, mehr als Gagen in Millionenhöhe und mehr als dressierte Kinder im Leistungssport. Ich möchte eine weitere Antwort hinzufügen: Sport ist mehr als Sport in Deutschland, in Europa, in den USA und der UdSSR. Vom Sport in Afrika, in Asien und in Lateinamerika – oder, etwas ungenauer, aber einfacher ausgedrückt – vom Sport in der Dritten Welt soll die Rede sein. Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass Sport auch gegenseitige Verständigung, gegenseitiges Lernen, Kommunikation zwischen Kulturen und freudvolle Begegnungen und Erfahrungen mit Menschen aus einer uns fremden Welt sein kann. Leider ist die Begegnung des Sports aus der Ersten Welt mit dem der Dritten Welt bis heute noch viel zu oft durch Bevormundung, Besserwisserei, imperiales Gehabe oder gar neokoloniale Großmannssucht geprägt. Dies abzubauen soll Anliegen der folgenden Überlegungen sein. Weiterlesen

Kunst aus unserer Galerie

Essay

Sport ist systemrelevant

Als in Babylon ein Turm gebaut wurde, so lehrt es uns die Geschichte, ist es zu einer verheerenden Sprachverwirrung gekommen, die letzten Endes zum Scheitern des gesamten Bauvorhabens geführt hat. In den Zeiten einer Corona Pandemie, wie wir sie derzeit erleben, scheinen ähnliche Gefahren zu bestehen. Ein bayrischer Landesvater spricht in diesen Tagen und seit einigen Monaten mit seinen Bürgerinnen und Bürgerrinnen nicht in der erwartbaren bayerischen Muttersprache. Er bedient sich bei seinen oft mehrmals täglichen Stellungnahmen vor Fernsehkameras, bei Pressekonferenzen, im Hörfunk oder in sozialen Medien eines Sprachstils, den man nicht nur aus der Sicht eines Germanisten als ärgerlich bezeichnen muss. Wie viele andere Politiker spricht er von einem „Lockdown“, manchmal aber auch von einem „Shutdown“, er fordert ein „Social Distancing“, warnt vor „Supersprayern“ und verlangt von seinen Bürgerinnen und Bürgern, dass sie die „AHA-Regeln“ einhalten. Nachdem diese nicht mehr ausreichen, wird von einer AHA+L+C-Regel gesprochen: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüftung und „Corona-Warn-App“ werden nun empfohlen. Es gibt aber auch einen „Shutdown Light“, „Hotspots“, einen „r-Wert“, die „Verdoppelungszeit“ und „Inzidenzien“. Es gibt einen „PCR-Test“, „Antigen- und einen „Antikörper-Test“, „Alltagsmasken“, „FFP1,2,3-Masken“ (FFP steht dabei für Englisch „Filtering face piece“ und PCR für Englisch „polymerase chain reaction“). Weiterlesen

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Beitrag zur Sportentwicklung

Lässt sich Sportentwicklung aktiv steuern?

Zum Problem der passiven Anpassung in Vereinen und Verbänden

1. Hinführung zum Problem

Versteht man den Deutschen Olympischen Sportbund als eine offene Organisation, die sich in einem Austausch mit ihrer Umwelt und deren verschiedenen Teilsystemen befindet, so z.B. mit den Massenmedien, der Wirtschaft, der Kirche, dem Staat, den Gewerkschaften und dem Erziehungswesen, so kann der Deutsche Olympische Sportbund wie jede andere Großor­ganisation auch, seinen Bestand eher dann erhalten bzw. weiterentwickeln (wachsen), wenn er möglichst negative Austauschprozesse mit seiner Umwelt vermeidet. In der Sprache der Organisationssoziologie ausgedrückt heißt das: Es sollte in den Aus­tauschprozessen vermieden werden, dass die Abgabe von Organisationsleistungen und die dadurch verursachten Kosten nicht größer sind als die Erlöse, welche der Organisa­tion zufließen. Dieser Grundsatz gilt vor allem für das Austauschverhältnis des Sports mit dem Staat, den Medien und der Wirtschaft. Weiterlesen

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Beitrag zur Sportentwicklung

Zum Verhältnis zwischen Kirche und Sport

Anmerkungen zu einer wün­schenswerten Partnerschaft

Aus der Sicht von heute scheint es normal zu sein, dass die beiden großen Kirchen Deutschlands den Sport akzeptieren und umgekehrt der Sport gegenüber den Kirchen seinen Respekt zollt. Die Aufgeschlossenheit der Kirche vollzog sich jedoch erst um die Jahrhundertwende. Sie ist das Ergebnis einer Wandlung, bedingt durch die Aufgabe des anthropologischen Dualismus. Mit der anthropologischen Wende im 19. und 20. Jahr­hundert kam es in der Kirche zu einer positiveren Bewertung der Leiblichkeit des Menschen. Hinzu kam, dass die Kirche sich insgesamt gegenüber weltlichen Fragen öffnete und damit auch ihre Aufmerksamkeit dem Sport zuwenden musste. Mit der Erkenntnis der Ganzheit des Menschen und der Untrennbarkeit von Leib, Seele und Geist gab die Kirche die Ansicht auf, dass das Christentum von seiner grundsätzlichen Lehre her leib- und daher sportfeindlich sein müsse. Die neue Aufgeschlossenheit hatte u.a. die Gründung eigener Sportorganisationen zur Folge. Seit dieser Zeit führte zunächst der Sport in den Kirchen als konfessioneller Sport ein Eigenleben, das durch die Gleichschaltung im Nationalsozialismus beendet wurde. Nach 1945 waren es dann nicht zuletzt die kirchlichen Sportführer, die sich für eine integrative Einheitssportbe­wegung eingesetzt haben. Kirchliche Vertreter wurden folgerichtig deshalb auch bereits sehr früh in führende Gremien des Deutschen Sportbundes berufen. Weiterlesen

Beitrag zur Sportentwicklung

Sportberichterstattung

– ein bedeutsamer Faktor der massenmedialen Kommunikation

Der Sport, so wie er heute in den Massenmedien präsentiert wird, wirft viele Fragen auf, die auf Probleme verweisen, deren Lösungen dringend erwünscht wären. Wel­cher Sport wird in den Massenmedien zur Darstellung gebracht? Welche Formen des Sporttreibens werden nicht berücksichtigt? Wie wird der Sport in den Medien dargestellt? Welche Inszenierungsformen haben sich bewährt? Welche sind frag­würdig? Welche zukünftigen sind zu erwarten? Wie unterscheidet sich die Sportbe­richterstattung in den öffentlichen-rechtlichen Medien im Vergleich zu privaten Mas­senmedien? Welche Rolle spielt die Sportberichterstattung beim schon seit längerer Zeit zu beobachten Konzentrationsprozess in der Medienbranche? Wie stellt sich die Beziehung zwischen den Sportverbänden, den Massenmedien und den Sport­ereignissen unter ökonomischen Gesichtspunkten dar? Welche Wirkung hat die Sportberichterstattung auf die Rezipienten? Werden sie zu aktivem Sporttreiben animiert oder wird die Passivität der Zuschauer gefördert? Gibt es Zusammenhän­ge zwischen dem aggressiven Verhalten in den Stadien und der massenmedialen Berichterstattung? Weiterlesen