Beiträge

  • Strukturen des Sports in Deutschland III

    Dies ist der dritte und letzte Beitrag über „Strukturen des Sports in Deutschland“. Im ersten Teil wurden Organisationsstrukturen behandelt. In diesem zweiten Teil folgten Sozial- und Personalstrukturen des Sports. Der dritte Teil widmet sich unter anderem Wettkampf- und Finanzstukturen, sowie dem Anti-Doping-Kampf

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    4. Angebotsstrukturen

    Die anzutreffende organisatorische Vielfalt des deutschen Sports geht mit einer Angebotsvielfalt einher. Der jeweils ausgewählte Sport kann auf sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus ausgeübt werden und sehr verschiedene Motive können das sportliche Handeln prägen. So können z.B. Gesundheitssport, Wettkampfsport, Leistungs-, Hochleistungs- und Breitensport, Berufssport und der damit verbundene Zuschauersport unterschieden werden. Der Wandel der deutschen Gesellschaft hat in den vergangenen 50 Jahren zu einer erheblichen Vervielfältigung des Sportangebots geführt. Man kann dabei von einem „Versportlichungsprozess“ der deutschen Gesellschaft sprechen (vgl. Abb. 39). (mehr …)

  • Strukturen des Sports in Deutschland II

    Dies ist der zweite von drei Beiträgen über „Strukturen des Sports in Deutschland“. Im ersten Teil wurden Organisationsstrukturen behandelt. In diesem zweiten Teil folgen nun Sozial- und Personalstrukturen des Sports. Der dritte Teil wird sich unter anderem Wettkampf- und Finanzstukturen, sowie dem Anti-Doping-Kampf widmen.

    << zum ersten Teil


    2. Sozialstrukturen

    Neben den Organisationsstrukturen des deutschen Sports sind vor allem auch dessen Sozialstrukturen von Interesse. Über sie kann die Frage beantwortet werden, wer mit wem welchen Sport in Deutschland treibt. Die Sozialstrukturen können dabei auf eine vielfältige Weise rekonstruiert werden. Man kann zunächst die aktiv Sporttreibenden von den Passiven unterscheiden. Dabei zeigt sich die Sozialstruktur der Zuschauer äußerst unterschiedlich im Vergleich zur Sozialstruktur der Sportaktiven. Die Sozialstruktur jener, die in privaten Organisationen Sport treiben, unterscheidet sich von jener in den freiwilligen Sportvereinigungen. Die Sozialstruktur der Funktionäre, der Mitarbeiter und Trainer kann sich ebenfalls durch interessante Unterschiede auszeichnen.

    Dabei ist vor allem zu beachten, dass auch die verschiedenen Sportarten von unterschiedlichen sozialstrukturellen Merkmalen geprägt sind. Im Folgenden werden einige beispielhafte sozialstrukturelle Kennzeichnungen vorgenommen: (mehr …)

  • Strukturen des Sports in Deutschland I

    Dies ist der erste von drei Beiträgen über „Strukturen des Sports in Deutschland“. Im ersten Teil werden Organisationsstrukturen behandelt. Im zweiten Teil folgen Sozial- und Personalstrukturen des Sports. Der dritte Teil wird sich unter anderem Wettkampf- und Finanzstukturen, sowie dem Anti-Doping-Kampf widmen.


    Vorbemerkungen

    In der Welt des Sports spielt vor allem der deutsche Sport ohne Zweifel eine besondere Rolle. Er kann genau wie der Sport in England und Schweden auf eine lange und wirkungsvolle Tradition verweisen.

    Abb. 1: Der Turnplatz Hasenheide um 1811

    Eine kurze Übersicht der wichtigsten Stationen des deutschen Sports in seiner Entwicklung zeigt deutlich, wie vielfältig verankert er national und international ist. (mehr …)

  • Entwicklung der Sportverbände – Ein selbstkritischer Blick wäre wünschenswert

    Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland kann der organisierte Sport auf eine beispiellose Erfolgskarriere zurückblicken. Die Turn- und Sportvereine, die die Basis des deutschen Sportsystems bilden, haben sich dabei als besonders attraktiv erwiesen. Nahezu ausnahmslos sind ihre Mitgliederzahlen kontinuierlich angestiegen. Die Vereine konnten ihr Sportangebot erweitern und wurden auf diese Weise den vielfältigen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht, die diese an ein wünschenswertes Sportangebot herangetragen haben. Die Dachorganisationen der Turn- und Sportvereine, die Bezirkssportbünde, die Landessportbünde und der Deutsche Olympische Sportbund haben ihr Dienstleistungsangebot zugunsten der Vereine kontinuierlich entwickelt. Eine verantwortungsvolle Personalentwicklung hat dazu geführt, dass in fast allen Vereinen haupt- und ehrenamtliches Personal in qualifizierter Weise arbeiten, um auch den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. (mehr …)

  • Zur pädagogischen Bedeutung von Sportregeln

    Wie kommen Regeln im Sportunterricht vor?

    Seit es in öffentlichen Schulen Sportunterricht gibt, ist es nahezu unbefragt üblich, dass sich die Bewegungsaktivität in diesem Unterricht auf sportliche Aktivitäten beschränkt bzw. auf diese ausgerichtet ist. Die sportlichen Aktivitäten zeichnen sich dabei vor allem dadurch aus, dass sie sich in Sportarten aufschlüsseln, wie sie außerhalb der Schule anzutreffen sind. In die Schule wird also ein Teil der Welt des Sports hereingeholt, um Schüler auf eben diese Welt vorbereiten zu können.

    Beobachtet man Sportunterricht, der an diesem anerkannten didaktischen Prinzip ausgerichtet ist, so zeigt sich, dass uns das Hereinholen des Sports in die Schule Schwierigkeiten bereitet. Fußball kann man in der Schule höchst selten 2×45 Minuten spielen, und im Basketball muss der Korb niederer gehängt werden, damit jüngere Schüler das Erlebnis eines erfolgreichen Korbwurfes haben. (mehr …)

  • Zur Verrechtlichung des Sports am Beispiel des Dopings

    Einleitung

    „Längst ist der Sport auf die Juristen gekommen“: mit diesem Satz beginnt ein ansonsten sehr bemerkenswerter und sachkundiger Beitrag in der FAZ zum Doping aus verfassungsrechtlicher Sicht. Autor ist Professor Steiner, Ordinarius für öffentliches Recht und Richter am Bundesverfassungsgericht. Dieser Einschätzung von Herrn Steiner möchte ich widersprechen: Nicht der Sport ist auf die Juristen gekommen, sondern die Juristen auf den Sport. Sie sind schon seit längerer Zeit dabei, das System des Sports schleichend zu vereinnahmen. Das Recht und damit dessen institutionelle und personelle Vertretungen weisen quasi-imperialistische Züge auf. Das Recht ist dabei jenes gesellschaftliche Teilsystem, das immer entschiedener die anderen gesellschaftlichen Subsysteme dominiert. Auf einen Nenner gebracht heißt dies: Es findet in unserer Gesellschaft ein Verrechtlichungsprozess statt, der weder planvoll gesteuert noch von rational nachvollziehbaren Intentionen geleitet wird. (mehr …)

  • Handball im Wandel – Perspektiven zukünftiger Entwicklungen

    Vorbemerkungen

    Die Antwort auf die Frage nach der Zukunft des Handballsports ist in der alltäglichen Arbeit in den 4.356 Handball-Vereinen zu finden (Stand: 01.01.2016). Sie hängt ab von der Arbeit der Abteilungs- und Übungsleiter und der Trainer, die mehrmals in der Woche ihre Freizeit dem Handballsport opfern und dabei bemüht sind, Handballmannschaften verschiedenen Geschlechts, verschiedener Altersklassen Woche für Woche so vorzubereiten, dass sie möglichst besser sind als die Gegner und dass die jeweils gesteckten Ziele in den Ligen des Handballsystems erreicht werden. Diese Arbeit ist heute schwieriger denn je und die für den Handballsport an der Basis Verantwortlichen müssen schon seit längerer Zeit Probleme lösen, denen sie immer weniger gewachsen sind, die immer komplexer werden und bei deren Lösung sie dringender denn je Hilfe von ihrer Dachorganisation und den übergeordneten Sportverbänden benötigen. (mehr …)

  • Sport in der Risikogesellschaft

    1. Leben in der Risikogesellschaft

    Seit „Tschernobyl“ hat sich unser Wissen über Gesellschaftssysteme, deren Grenzen, interne Strukturen und Abhängigkeiten in ganz wesentlicher Weise verändert. „Alles Leid, alle Not, alle Gewalt, die Menschen einander zugefügt haben, kannte bisher die Kategorie der anderen: Juden, Schwarze, Frauen, Asylanten, Dissidenten, Kommunisten usw. Es gab Zäune, Lager, Stadtteile, Militärblöcke einerseits, andererseits die eigenen vier Wände – reale und symbolische Grenzen, hinter die die scheinbar nicht Betroffenen sich zurückziehen konnten. Dies alles gibt es weiter und gibt es seit Tschernobyl nicht mehr. Es ist das Ende der anderen, das Ende all unserer hochgezüchteten Distanzierungsmöglichkeiten, das mit der atomaren Verseuchung erfahrbar geworden ist“ (BECK 1986, 7). Die Natur – so scheint es – hat uns Menschen eingeholt. Zur Utopie einer künftigen besseren Welt ist längst die negative Utopie kommender Katastrophen getreten und über die Zukunft kann heute nur vernünftig geredet werden, wenn wir uns auch auf die Vorstellung einlassen, dass es diese Zukunft vielleicht gar nicht mehr gibt (vgl. Böhme 1986, 929). (mehr …)

  • Soll E-Sport olympisch werden?

    Die Suche nach einer Authentizität des Sports ist bislang erfolglos gewesen, wenngleich auch diese Suche eine lange Tradition aufweist. Es wurde dabei ganz offensichtlich etwas gesucht, dass es gar nicht geben kann. Das Ergebnis der Suche ist keine Authentizität – es wird vielmehr das gefunden, was bestimmte Institutionen als „ihren Sport“ bezeichnen. Die Grenzen des Begriffs „Sport“ waren schon immer unscharf gewesen und werden es auch in der weiteren Zukunft bleiben. Das Phänomen des Sports kann vermutlich kaum anders gefasst werden, als es in Anlehnung an Wittgenstein versucht wurde. Demnach sind es die Regeln, die den Sport am ehestem als eigenständiges Phänomen kennzeichnen. Als einzelne Regeln haben sie jedoch keine authentische Qualität. Es gilt vielmehr der Satz, dass die Bedeutung des Wortes „Sport“ dessen Gebrauch ist. Präziser formuliert heißt das, die Bedeutung des Begriffs „Sport“ ist der Gebrauch dieses Begriffes. (mehr …)

  • Der Beitrag der Wissenschaften für Coaching Tätigkeiten im Sport

    Die Performanz der Athleten in den olympischen Sportarten ist ohne die Hilfe Dritter heute kaum noch denkbar. Nur in seltenen Fällen gibt es im Bereich des Hochleistungssports noch das Phänomen des Selbstcoaching. Athleten verzichten dabei in der Vorbereitung, Durchführung und Evaluierung ihrer sportlichen Höchstleistung auf jegliche Hilfe durch dritte Personen. Die sportliche Höchstleistung ist also ausschließlich ihre Eigenleistung. Aktions- und Präsentationsleistung sind in der Person des Athleten verschmolzen. Der Athlet ist der alleinige Meister seines Erfolges. (mehr …)

  • Sportschießen – ein verkannter olympischer Sport

    Die Bundesliga ist für fast jede olympische Sportart ihr besonderes Aushängeschild. Die besten Mannschaften in einer Sportart treffen sich über mehrere Monate, meistens an den Wochenenden, zu Wettkämpfen, um den deutschen Mannschaftsmeister in ihrer Sportart zu ermitteln. Für die meisten Sportarten ist dabei die Fußball-Bundesliga der dominante Orientierungspunkt, dem man in Bezug auf die sportlichen Höchstleistungen durchaus Paroli bieten kann, sich ansonsten aber jeder weitere Vergleich von selbst verbietet. Angesichts der massenmedialen Dominanz einiger weniger Bundesligen – Handball, Basketball, Fußball, Eishockey, Volleyball – muss die große Mehrheit der olympischen Sportarten schon seit langem akzeptieren, dass sie nahezu unter Ausschluss der Bevölkerung ihre Bundesligawettbewerbe durchführen, dabei jedoch sportliche Werte pflegen, die mehr als beachtenswert sind. Die Athletinnen und Athleten erbringen in diesen Bundesligen außergewöhnliche sportliche Leistungen, ohne diese Leistungen in finanzielle Gewinne umzutauschen. Sie sind im wahrsten Sinne professionelle Amateure. (mehr …)

  • Digitalisierung als Chance – neue Formen der Sportkommunikation

    Die Digitalisierung sämtlicher Lebenswelten stellt nicht nur in unserer Gesellschaft eine große Herausforderung dar. Laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 haben 9 von 10 Deutschen eine Onlineverbindung. Betroffen ist davon der Mensch in seiner Privatheit, betroffen davon sind Gruppen und Organisationen und ganze gesellschaftliche Teilsysteme wie Politik, Wirtschaft und Sport. Besonders intensiv davon betroffen ist das System der Massenmedien. Im Zusammenspiel zwischen den Massenmedien und dem Sport hat die Digitalisierung eine völlig neue Sportwelt, ebenso wie eine völlig neue Medienwelt hervorgebracht. (mehr …)

  • Faszination Golf?

    Besonderheiten der jüngsten olympischen Sportart

    Martin Kaymer war begeistert. Nach einem jahrelangen Kampf war es endlich gelungen, Golf in die Familie der olympischen Sportarten zurückzubringen. Mit einem Turnier für Männer und Frauen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 ist der Golfsport in die Moderne des olympischen Hochleistungssports eingetreten. Martin Kaymer gehörte zu den vier Auserwählten, die Deutschland bei diesen Spielen repräsentieren durften. Am Ende hatte er den 15. Platz erreicht. Caroline Masson war die beste deutsche Dame auf dem 21. Platz. Mit dem Turnier von Rio ist Golf in gewissem Sinne zurückgekehrt in den Kreis der anerkannten Sportarten, wenngleich sich das Golfspiel nahezu in allen relevanten Belangen von jeder anderen Sportart ganz wesentlich unterscheidet. Als Leistungssport weist Golf Alleinstellungsmerkmale auf, wie sie bei keiner anderen olympischen Sportart anzutreffen sind. Für mich sind dabei zwölf Merkmale erwähnens- und beachtenswert, wenn wir die neue olympische Sportart Golf mit den übrigen Mitgliedern der olympischen Sportfamilie vergleichen wollen. (mehr …)

  • IOC-Präsident Bach auf dem Prüfstand

    Am 10.09.2013 wurde Thomas Bach als Nachfolger von Jacques Rogge zum neuen IOC-Präsidenten gewählt. Die 125. IOC Session von Buenos Aires war für ihn das wohl wichtigste Ereignis, das er über Jahrzehnte vor Augen hatte und mit großem strategischem Geschick und mit einer außergewöhnlichen Professionalität vorbereiten konnte. Thomas Bach wurde für acht Jahre gewählt. Auf die ersten vier Jahre seiner Amtszeit kann er nun zurückblicken. Die IOC Session von Lima, die am 15.09.2017 zu Ende ging, war hierzu geeigneter Anlass. Mit seiner Wahl zum IOC-Präsidenten hat Bach ein Amt übernommen, dessen Ausübung schon immer schwierig gewesen ist, das aber noch nie mit so vielen Problemen überlastet war, wie dies seit Buenos Aires der Fall ist. Von seinem Vorgänger musste er Probleme übernehmen, die sich bis heute als schwer lösbar erwiesen. Bach hat Altlasten abzuarbeiten, die er ohne Zweifel persönlich nicht zu verantworten hat, deren Beseitigung aber zwingend ist. (mehr …)

  • Eine Reform der olympischen Verbände ist längst überfällig

    Die letzte Mitgliederversammlung des DOSB hat einstimmig eine neue Leistungssportkonzeption verabschiedet, die sich vor allem dadurch auszeichnen soll, das vom Steuerzahler bereitgestellte Mittel in möglichst effizienter und transparenter Weise von den Verbänden verwendet werden, um bei zukünftigen Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften den Erfolg deutscher Athletinnen und Athleten zu sichern. Ganz gleich wie dabei das Merkmal „Erfolg“ definiert wird, eine Ausrichtung an anspruchsvollen Zielen ist für den Hochleistungssport dringend erforderlich. Eine verantwortbare Mittelverwendung ist mit Blick auf den Steuerzahler zwingend. Transparenz und Klarheit müssen für zukünftige Fördermaßnahmen die herausragenden Merkmale sein. (mehr …)

  • Zur Zukunft des Trainerberufes

    Der Beruf des Trainers hat vergleichsweise nur eine kurze Geschichte aufzuweisen. Von einem Beruf im Sinne einer Profession kann in vielen Sportarten erst seit wenigen Jahren gesprochen werden, in manchen Sportarten ist man davon heute noch sehr weit entfernt. Die Entwicklung des Trainerberufes war bis heute eher steinig, als das man sie als rosig bezeichnen könnte. Von einer angemessenen Besoldung konnte zu keiner Entwicklungsphase gesprochen werden. Es gab bereits sehr früh eine immer größer werdende Kluft zwischen sehr hoch bezahlten Star-Trainern und vielen gering oder gar nicht bezahlten Trainern. (mehr …)

  • Über den Wandel der Werte in Gesellschaft, Freizeit und Sport

    Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren tiefgreifend gewandelt, und vieles deutet darauf hin, dass sie sich derzeit in Bezug auf ihre weitere Entwick­lung in einer Krise befindet. Als „nachindustrielle Gesellschaft“ (Bell) ist ihre weitere Entwicklung ebenso in Frage gestellt, wie sie sich gemäß jener Prognosen in Schwierigkeiten befindet, die den der­zeitigen Umbruch als „zweite industrielle Revolution“ beschreiben (so z.B. Schaff). Soviel scheint in diesem Zusammenhang auch für Zweifler einsichtig zu sein: Die Knappheit bzw. die begrenzte Verfügbarkeit über einige lebensnotwendige Res­sourcen, das konfliktträchtige Nord-Süd-Gefälle, Mikroelek­tronik, Biochemie (einschließlich der neuen Gen-Technologie) und die zivile und militärische Nutzung der Nukleartechnik, vor allem die noch immer weltweit anwachsenden Militärpotentiale sowie der noch immer nicht unterbun­dene Raubbau des Menschen an der Natur, haben die Menschheit in eine einmalige Situation gebracht. (mehr …)

  • Zum Stellenwert der Olympischen Spiele – Fake News und empirische Fakten

    Die ideelle Krise, in der sich die olympische Bewegung schon seit längerer Zeit befindet ist ganz offensichtlich. Sie hängt auf das Engste mit der Kommerzialisierung zusammen, die den internationalen Hochleistungssport in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts erfasste und die bis heute anhält. Ein Steigerungsimperativ, der für sportliche Leistungen angebracht sein kann, der jedoch gleichzeitig der obersten Maxime des Fair Play untergeordnet ist, kann sich zurecht auch heute noch auf die Ideen von Pierre de Coubertin berufen. (mehr …)

  • Sind die Grundwerte des Sports in Gefahr?

    „36 Verletzte beim Oberligaspiel Zwickau gegen Aue“, „Briefumschläge voller Bargeld“, „Schiedsrichter manipuliert den Ausgang von NBA-Spielen“, „Polizei kassiert Prügel“, „Gewalt unter Fans im Fußball“, „Israelische Vereine finden sich in den Fängen der Unterwelt wieder“, „Zuschauergewalt richtet sich gegen Zuschauer“, „Match-fixing ist auf der Tagesordnung fast aller Profisportarten“ und „Der weltweite noch immer zunehmende Dopingbetrug“ lässt sich von keiner Schlagzeile in seiner Reichweite kennzeichnen. (mehr …)

  • Leichtathletik – eine sterbende Sportart?

    In wenigen Jahren feiert der Internationale Leichtathletik-Verband sein 100-jähriges Jubiläum. Er gehört damit zu den ältesten internationalen Fachverbänden. Die Leichtathletik sieht sich selbst als die Königin der Olympischen Spiele und ohne Zweifel ist es ihr in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gelungen, bei den Olympischen Spielen die Zuschauer in den Olympiastadien zu faszinieren und die Leichtathletik hat auch ganz wesentlich zum großen massenmedialen Erfolg der Olympischen Spiele beigetragen. (mehr …)

  • Vorurteile im Sport

    Kennzeichnung des Problems
    Vorurteile sind wohl die wichtigste Grundlage des Phänomens des Rassismus und man kann das Phänomen des Rassismus nur dann verstehen, wenn man sich mit dem Problem menschlicher Vorurteile etwas genauer auseinandergesetzt hat, wenn man es zu erklären versteht und in seinen Funktionen beobachtet. (mehr …)