Die Ära Tröger – woran wir leiden

Ein Gastbeitrag von Dr. habil. Peter Kühnst

Mit dem Jahr 1992 setzt eine ranzige Zeit in der bundesdeutschen Geschichte der olympischen Bewegung ein. Walther Tröger beginnt, entgegen dem Wollen seines langjährigen Vorgängers Willi Daume und zunächst als beschwichtigende Interimslösung gedacht, seine Präsidentschaft im NOK. Die Inthronisierung eines „Alt-Apparatschiks“, wie nicht nur der honorige Sportphilosoph Prof. Dr. Hans Lenk von der Karlsruher Universität kritisierte. Er erkennt als ehemaliger Goldmedaillengewinner im Achter solche Sportfunktionäre als Typologie „profilneurotischer Ersatzpolitiker im Freizeitbereich“ (Der Spiegel 30/1992. S. 196-197). Bei Tagungen, Kongressen oder Meetings hatte Lenk erlebt, wie der Zirkus der Zustimmungsrituale abläuft. Wie Nachdenkliche, Kritiker oder Querdenker unerwünscht waren und überhört wurden. So lebte der deutsche Sport mit seinen „warm gelaufenen Wahrheiten“ nach dem Motto:

„Wer nur noch hört, was ihm gefällt, glaubt irgendwann nur noch, was er ohnehin schon zu wissen meint“.

Es sollte eine Präsidentschaft der Fehlentwicklungen, Versäumnisse und Skandale werden, die erst 2002 ein Ende findet, heißt es in meiner kulturhistorischen Darstellung „Totalitäre Körper-Kultur. Ein Jahrhundert  Leistungssport“ (Münster 2018. S. 148-207).

Zu Jahresbeginn 1990 war für die Bewerbung Berlins um die Olympischen Spiele des Jahres 2000 ein offizielles „Olympiabüro“ eröffnet worden, was zur „Olympia GmbH“ erweitert wurde. Inzwischen hatten sich die beiden deutschen NOK am 17. Dezember 1990 in Berlin vereinigt und im Spätsommer 1991 waren Vertreter des Exekutivkomitees des IOC erstmals in Berlin, um sich ein Bild vom Olympia-Kandidaten zu machen. Mondän speiste man vor dem Pergamon-Altar auf der Museumsinsel, und IOC-Präsident Samaranch wird mit der undiplomatischen Äußerung zitiert:

„So wie ich die Deutschen kenne, wenn sie etwas wollen, dann bekommen sie es auch.“

Die „fiebernden Olympier“ Berlins haben, um einen Blick in das Innere solcher Kampagnen zu werfen, u.a. für unvorstellbare 700.000 DM Modelle und Graphiken für ihre „Bewerbungsschrift“ bezahlt, eine ganze Reihe von teuren und z.T. unsinnigen Gutachten, Analysen, Untersuchungen erstellen lassen und etliche Gremien gebildet, deren Sinn und Zweck sich mitunter nicht erschließt. Es wurde eine Riege sog. „Olympiabotschafter“ ins Leben gerufen, die mit einer Tagesgage von 3.000 DM versorgt wurden – schon Anfang 1992 war die „Olympia GmbH“ mit 67 Mio. DM verschuldet.

Im September 1993 fand die offizielle Vorstellung Berlins für die Spiele im Jahr 2000 in Monte Carlo statt. Der Olympiakandidat stellte sich respektabel dar.

Am „Runden Tisch des Sports“, ein Treffpunkt des NOK mit der deutschen Wirtschaft, hat dann Edzard Reuter als Vorstandsvorsitzender des Daimler-Benz-Konzerns eine Milliarde DM zur Absicherung des Olympia-Etats garantiert. Am Prenzlauer Berg begann der Pariser Architekt Dominique Perrault bereits mit den Bauarbeiten eines ambitionierten Velodroms, neben dem eine Schwimmhalle geplant war. In Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und im Ruhrgebiet hatte man inzwischen einvernehmlich alle Bemühungen um Olympische Spiele zugunsten Berlins eingestellt. Berlin konnte, wie seinerzeit München, große Hoffnungen auf die Modernisierung seiner Infrastruktur haben. Letztlich, und möglicherweise das Wichtigste: Nicht zu überschätzen ist der gesellschaftliche Impuls, den solche Olympischen Spiele in sich tragen, denn wie verworren die Gefühlslagen im neu geeinten Deutschland waren, das war schon im Sommer 1991 erkennbar, als sich 300 Olympiasieger aus Ost und West in Leipzig zu einem festlichen Treffen zusammenfanden. Sie und die Ehrengäste erlebten nicht nur Kurt Masur am Dirigentenpult und Helmut Kohls blumige Worte zur Rolle des Sports im geeinten Deutschland, mit der Einladung Manfred Ewalds provozierte das NOK eine Irritation, als hätte der „Bundesverband der Deutschen Industrie“ (BDI) den leitenden „Unternehmer“ des Ministeriums für Staatssicherheit Alexander Schalk-Golodkowski zu seiner Jahreshauptversammlung geladen.

Aber das ist nur die eine Seite einer Olympiakampagne, die bis heute sorgfältig vom NOK, dem deutschen Sport und darüber hinaus beschwiegen und verdrängt wird.

Bereits im Rahmen der Vorbereitung auf das 100jährige Jubiläum Olympischer Spiele 1996 in Athen hatte es im NOK Griechenlands vor dem Hintergrund aus dramatisierten Ängsten und properer Selbstüberschätzung Eiferer gegeben, die mit persönlichen Details zu speziellen, auch intimen Neigungen oder Lastern der Mitglieder des IOC, ihre Bewerbung der Jubiläums-Spiele meinten absichern zu müssen. Die Entscheidung des IOC gegen Athen und für Atlanta 1996 war dann ein schriller Bruch mit der eigenen olympischen Tradition.

Im Umfeld solcher sportpolitischen Verdunkelungen agierte u.a. ein Professor für Sportgeschichte der Deutschen Sporthochschule Köln – Manfred Lämmer.

„Der Spiegel“ vom 10.4.1995 (S. 194-195) titelte: „Astrid und Ikarus. Ein honoriger Professor lieferte die Intimdaten, mit deren Hilfe Berlins Olympiamanager die Bewerbung für die Spiele 2000 absichern wollten“. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ vom gleichen Tag reagierte mit dem Beitrag „Schwere Vorwürfe gegen Lämmer. Kölner Hochschul-Professor soll IOC-Mitglieder für Berliner Olympia-Bewerbung bespitzelt haben – Deckname Astrid – Kategorien käuflich und nicht käuflich“, wie man in der entsprechenden Pressedokumentation des Bundesinstituts für Sportwissenschaft Köln nachlesen kann.

Dieser eifrige Sportfunktionär war zu gleichgesinnten Kameraden nach Athen geflogen und tarnte seine dort ermittelten Daten und Fakten unter dem Namen „Astrid“. Die „Stuttgarter Nachrichten“ vom 10.4.1995 (S. 31) fragten: „Spitzeldienste nach Stasi-Manier? Sporthistoriker Lämmer soll für Berlin 2000 IOC-Mitglieder ausgeforscht haben“, die „Berliner Zeitung“ vom 5.5.1995 (S. 16) berichtet unter der Überschrift „ein Auftrag in Athen“, Martin Kraus von der „Junge Welt“ (6.5.1995) geht unter der Überschrift „Das Schweigen des Lämmer“ auf solche Sportfunktionäre ein. Er schreibt von einem „Funktionär- und Wissenschaftlertypus, der mit Professorentitel und Sektglas hausieren geht, weder nachdenken noch zuhören kann, und der, wenn er schon nicht mit Ergebnissen wissenschaftliche Forschung glänzen kann, dann mit den Kontakten zu den Mächtigen angeben will“. Am 23.5.1995 resümiert der „Kölner Stadt-Anzeiger“ noch einmal mit „Unterste Stufe der Strategie. Der Kölner Sporthistoriker Manfred Lämmer gerät zunehmend in die Kritik – Heftige Attacke des früheren Sporthochschul-Rektors Dietrich Quanz in einem offenen Brief an IOC-Chef Samaranch“

Übrigens, die gerichtlich erzwungene Gegendarstellung Lämmers, im „Der Spiegel“ vom 3.7.1995 (S. 161) zu lesen, ändert am Skandal nur wenig, noch dazu, wo das Magazin seinen Widerspruch dazu nicht abdruckte.

Zu dem ehemaligen Hochspringer, dem Paderborner Manfred Lämmer, sind Einlassungen angebracht, denn wir haben es hier mit einem Wissenschaftler zu tun, der mit einem Minimum an eigener sporthistorischer Forschung ein Maximum an sportpolitischem Schaden anzurichten verstand.

Ob seine minimalistische Dissertation „Olympien und Hadrianeen im antiken Ephesos“ (1967) hätte angenommen werden dürfen, ist eine Anmerkung (Die Arbeit hat 59 Seiten, die Anschläge pro Zeile und die Zeilen pro Seite liegen deutlich unter den akademischen Formalien). Eine Habilitationsschrift hat er nicht erarbeitet. Bedeutsamer ist die Frage, ob dieser C4-Professor der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) in seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit als Hochschullehrer eine eigene wissenschaftliche Forschungsarbeit zur Geschichte des Sports vorlegen konnte, die dieser herausgehobenen Stellung als langjähriger Institutsleiter der Sportgeschichte entspricht. Das lässt sich nicht bejahen. In Erinnerung geblieben sind seine anmaßende und unfaire Vorgehensweise gegenüber dem Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Stadion“, Prof. Dr. Wolfgang Decker. Mehr noch: Diesem anerkannten Fachmann zum Themengebiet der Rolle des Sports im pharaonischen Ägypten hat er mit verdeckten Manövern versucht, sein akademisches Lebenswerk zu verniedlichen. Andererseits versuchte er einen Literaturfundus der „Lipperheidschen Kostümbibliothek Berlin“ zu unterschlagen. In dem Jubiläumsband des NOK „Deutschland und die Olympische Bewegung. Ein Zwischenbericht“, Lämmer fungierte hier als Herausgeber, hat er auf den Seiten 335-337 die sporthistorischen Vorgänge um „Berlin 2000“ auf „Ungeschicklichkeiten“ reduzieren lassen, also gefälscht. Lämmer kreierte öffentlich und wiederholt – und in gestelzter Sprache – verschiedene wissenschaftliche Projekte: So u.a. eine „Internationale Bibliographie zu Sport und Kunst“ oder das Dissertationsvorhaben zur Geschichte der Olympischen Kunstwettbewerbe. Die Verwirklichung blieb aus. Auffallend fehlen nennenswerte sporthistorische Vorträge auf nationalen wie internationalen Tagungen und Kongressen. Ausgeblieben ist seine Mitarbeit bei sporthistorischen Ausstellungen, u.a. im „Haus der Geschichte“ im naheliegenden Bonn. Hier ging es 1996 um „1936. Die Olympischen Spiele und der Nationalsozialismus“. Jedenfalls, und erstaunlich ehrlich, lautete sein mehrfach geäußertes armseliges Eingeständnis: „Ich weiß, dass mich niemand leiden kann, aber an mir kommt auch keiner vorbei.“

Am Ende bleibt, dass Lämmers verhängnisvolle Karriere weder zum Rückzug noch zur Entlassung aus seinen Ämtern und Funktionen führte. Bis heute residiert er mit seinen bürokratischen Talenten beim misslungenen „Deutsches Sport- und Olympiamuseum“ Köln als wissenschaftlicher Leiter. Ein erlesenes fachliches Versagen eines Sporthistorikers (Kühnst: (2018), S. 183-184. Ders.: Ein Rundgang durch das „Deutsche Sport- und Olympiamuseum“ in Köln. In:  DVS-Informationen, Hamburg 16 (2001), S. 1-4). Sogar als Generalsekretär der „Europäischen Fair-Play Bewegung“ und im Vorstand der „Deutschen Olympischen Akademie“ hat er Sitz und Stimme. Aber es gibt noch ein glorreiches Finale: Im Dezember 2019, so der „Kölner Stadt-Anzeiger“, wurde Lämmer vom Landrat Michael Kreuzberg in Bergheim bei Köln das „Bundesverdienstkreuz erster Klasse“ verliehen.

Zurück zu den Vorgängen um „Berlin 2000“: Wieso man beim NOK und dessen Präsidenten Tröger überhaupt auf die Idee kam, in Athen die Informationen zu den Lastern der IOC-Mitglieder zu besorgen, dazu müsste man ihn fragen. Auffällig bleibt der Befund, wie konsequent er bei diesem peinlichen Desaster abgetaucht war. Auch die Frage seines Rücktritts tauchte vor seinem Horizont nicht auf – so viel demokratisches Verständnis oder olympischen Anstand hatte Walther Tröger nicht.

Denn bei der entscheidenden Abstimmung im September 1995 in Lausanne hatten lediglich neun der einhundertfünfzig Mitglieder des IOC Berlin ihre Stimme gegeben und „Sydney 2000“ erhielt den Zuschlag. Zudem war zu hören, dass auf Jahre hinaus Deutschland keine Olympischen Spiele veranstalten wird. Öffentlich bleibt also der Tatbestand, dass sich ein C4 Professor für Sportgeschichte der DSHS Köln um die Olympischen Spiele in Deutschland mit „Berlin 2000“ in besonderer Weise „Verdienste“ erworben hat. Alle folgenden ruhelosen Olympiabewerbungen von Frankfurt, Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München blieben trotzige Aktionen – und scheiterten.

Wird an dieser Stelle offenbar, dass Walther Tröger zu recht nur vorübergehend geduldet im Dezember 1992 in sein Amt gekommen war? Ein ewiger Sportfunktionär mit der Mentalität eines Apparatschiks – intellektuell unverdächtig und mit einem Gespür für die falschen Leute? Als sich z.B. die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, um Olympische Spiele bewarb, da saß Lämmer – gewissen- und skrupellos – wieder mit am Tisch.

Was sind das für „Sportsmänner“, die sich in Gremien eingenistet haben und in diesem schein-demokratischen Milieu stur und vor allen in einer gediegenen Selbstgerechtigkeit ausharren? Auf diese klebrige Spezies bin ich in meiner vergleichenden Kulturgeschichte „Tempel der Körper. Eine Ketzerschrift“ (Berlin 2015. S. 124-132) unter der Titulatur „Hoheiten“ näher eingegangen. Seit Jahren schon klagte die deutsche Wirtschaft, allen voran Matthias Kleinert und Jürgen Huppert (Daimler-Benz) oder Hans-Olaf Henkel (BDI) und Hemjö Klein (Lufthansa) u.a. über die mangelhafte Effizienz im deutschen Sport, wo bei Vorstandssitzungen des NOK ein unerträglicher Dilettantismus und ein Forum kleinkarierter Hoheitskämpfe gepflegt werden. In diesem undurchdringlichen Zentrum residierte Walther Tröger, der für alle anstehenden Fragen und Probleme die geniale Vorstellung hatte, wonach die deutsche Wirtschaft dem Sport einen dreistelligen Millionenbetrag als Stiftungskapital bereitstellen sollte, „dann wären die größten Sorgen behoben“.

Gegen Ende der 90er Jahre (die wirtschaftlichen und finanziellen Schäden und Kosten werden hier nicht angesprochen) fällt dieser Präsident des NOK trotz des Tiefpunktes „Berlin 2000“ damit auf, dass er die Vorbereitungen für „Sydney 2000“ kritisiert! Statt Zurückhaltung zu üben, spricht ausgerechnet er von einer „Arroganz“ der Akteure der Jahrtausendspiele in Australien – und er schwingt sich zum Moralisten und Ethiker auf, indem er eine „Pflicht aktiver Mitgestaltung der Zukunft“ durch das „NOK für Deutschland“ erkennt.

Erst Ende 2002, nach einer zehnjährigen Amtszeit, wird endlich Kritik öffentlich. Das NOK spricht – rücksichtsvoll – aus, dass unter Walther Tröger diese nationale olympische Vertretung „seiner Rolle (…)  nicht gerecht geworden ist“.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass eine zeitgeschichtliche wissenschaftliche Aufarbeitung der hier angesprochenen Vorgänge um „Berlin 2000“, die Hintergründe, die Umstände und die Absichten, so sinnvoll wie notwendig und dringend wäre, zumal jetzt noch Zeitzeugen befragt werden können.

Versuchen wir, insbesondere mit dem Blick auf das „schwarze Jahr“ 1995 eine Zusammenfassung:

Der Bundesrepublik Deutschland und zahlreichen Persönlichkeiten wurde eine beschämende internationale Blamage beschert. Im gerade geeinten Land selbst war eine nachhaltige Enttäuschung spürbar, die vor allem die Athletinnen und Athleten traf. Für Berlin wurde die Möglichkeit vertan, im Jahr 2000 mit modernen und attraktiven Olympischen Spielen die Spiele von 1936 zu korrigieren. Dem „Nationales Olympisches Komitee für Deutschland“ wurde nicht nur ihre Glaubwürdigkeit genommen, die 100jährige olympische Bewegung in Deutschland erreichte 1995 ihren moralischen Tiefpunkt. Schließlich haben sich die beiden Sportfunktionäre, der Halb-Jurist Walther Tröger und der Hochschullehrer Manfred Lämmer, ganz persönlich als inkompetent gegenüber ihrer eigentlichen Sache, der olympischen Idee, erwiesen.

Bei derart verdrängten verheerenden Fehlentwicklungen wie „Berlin 2000“ und – als Ausdruck talentierter deutscher Unzufriedenheit – bei den folgenden wie vergeblichen Olympiabewerbungen von Leipzig, Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München zwischen 2003 und 2020 – steht da nicht eine grundlegende und selbstkritische wissenschaftliche Analyse zu solchen nationalen Vorhaben an?

  • Muss da nicht sichergestellt werden, dass bei dem Stichwort „Olympiabewerbung“ von verschiedenen Seiten eine an der Wirklichkeit orientierte solide gesellschaftliche Analyse ansteht, statt traditioneller sportlicher Zustimmung, Hoffnung und Begeisterung?
  • Braucht es da nicht – pädagogisch fundiert – Kriterien, die umsichtig eine fachliche, organisatorische und vor allem ethische Eignung bei der Besetzung von Personalstellen nötig macht? (Hinreichend bekannt ist die traditionelle Armut beim NOK und in der Sportführung, wo oft kameradschaftliche Kumpanei solide Menschenkenntnis und honorige Empathie vermissen lässt).
  • Ist da nicht akribisch bei den finanziellen Prognosen und Planungen auf Seriosität und Solidität zu achten? (an der Universität von Oxford wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass bei den 16 Olympischen Spielen zwischen 1960 und 2012 eine durchschnittliche Kostensteigerung von 179 Prozent angefallen ist).

Nicht nur der DOSB ist mehr denn je gefragt und gefordert.


Dr. habil. Peter Kühnst studierte Sport, Geschichte und Geographie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. 1974 in die Bundesrepublik gekommen, belegte er Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und promovierte an der Deutschen Sporthochschule in Köln in der Zeitgeschichte des Sports. 1995 habilitierte er sich an der Ruhr-Universität in Bochum mit einer kulturgeschichtlichen Untersuchung zum Bild des Sports in prominenter Kunst.